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Radiologische Abteilung
Die
minimal-invasive Behandlung von Gebärmuttermyomen (Uterusmyomembolisation)
Myome sind gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter. Im Normalfall
bereiten sie keinerlei Probleme. Doch bei einigen Frauen können sie
zu erheblichen Beschwerden führen, die den Alltag der Betroffenen
enorm erschweren. Dazu zählen: Beschwerden beim Wasserlassen
(vermehrter Harndrang) und Stuhlgang, eine verstärkte, verlängerte
und schmerzhafte Regelblutung sowie allgemein starke Unterleibs- und
Rückenschmerzen. Zusätzlich können Myome zu Unfruchtbarkeit führen
und während einer Schwangerschaft Komplikationen verursachen . Neben
Hormontherapien und medikamentösen Behandlungen zählt die
chirurgische Entfernung vom Myomen oder auch der gesamten
Gebärmutter zu den gängigsten Verfahren. Daneben gibt es heutzutage
eine weniger invasive Methode von speziell ausgebildeten Radiologen:
die Myomembolisation. Hier bleibt die Gebärmutter vollständig
erhalten.
Bei diesem Verfahren wird den Myomen die Blutversorgung entzogen und
damit dauerhaft die Nähr- und Sauerstoffzufuhr. Bei dem Eingriff in
Lokalanästhesie führt der Arzt nach Punktion der Leistenschlagader
unter Röntgenkontrolle einen dünnen Katheter in die Schlagader der
Gebärmutter bis zu den Blutgefäßen, die das Myom versorgen. Über
diesen feinen Schlauch werden dann winzige Kunststoffkügelchen (so
genannte Partikel) direkt in die feinen Verästelungen der Arterie
gespritzt. Dort setzen sich die Partikel fest und verschließen („embolisieren“)
die Adern. Innerhalb von ca. drei bis sechs Monaten schrumpft das
Myom auf durchschnittlich die Hälfte seiner Größe.
Da die Kügelchen komplett und dauerhaft
die Blutversorgung der Myome unterbinden, ist die Embolisation auch
langfristig erfolgreich. Nach dem Eingriff entfernen die Ärzte den
Katheter und legen für maximal 24 Stunden einen Druckverband an, die
Patientinnen bleiben für einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus.
Lediglich bei Myomen, die sich weit in die Gebärmutterhöhle
entwickelt haben oder aber nur noch mit einem Gewebsstiel mit der
Gebärmutter verbunden sind, raten die Mediziner von der Embolisation
ab. Bei Frauen mit bestehendem Kinderwunsch sollte die
Myomembolisation nicht als erste Behandlungsmethode angewendet
werden, da Effekte auf die Eierstöcke nicht ausgeschlossen werden
können. Die Erfolgsrate dieser Methode liegt bei über 90 Prozent, in
den meisten Fällen tritt eine Normalisierung der Regelblutung ein
und die Beschwerden gehen zurück.
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Sekretariat:
Telefon: 0 51 08/69 24 01
Telefax: 0 51 08/69 24 02
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Chefarzt:
Dr. med. G. Voshage
Facharzt für Diagnostische Radiologie |
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